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2020-05-12_Foto_Klassenraum_Corona-1

Pflegeausbildung im Zeichen von Corona an der carecampus Pflegeakademie

Auch die carecampus Pflegeakademie war von der landesweiten Schulschließung aufgrund der Corona Pandemie zum 19. März betroffen. Kurzerhand mussten daraufhin Ausbildungspläne angepasst werden, die Auszubildenden in die praktischen Einsätze in die Pflegeeinrichtungen entsendet werden und Lernaufgaben für das selbstorganisierte Lernen der Auszubildenden im häuslichen Umfeld entwickelt werden. „Wie in allen Schulen haben wir durch Corona einen enormen Digitalisierungsschub erfahren“, berichtet Akademieleiterin Birgit Leuderalbert. In kürzester Zeit wurde eine online-Plattform für die Bereitstellung von Lerninhalten aufgebaut, die auch die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Lernendenden und Lehrenden ermöglicht und begleitend finden erste Unterrichte als Videokonferenzen statt.

Inzwischen konnte nun an den beiden Schulstandorten in Coesfeld und in Dülmen wenn auch in eingeschränkter Form der Präsenzunterricht für die Pflegeschüler wieder aufgenommen werden.

Am Standort in Coesfeld durften am 04. Mai endlich die neuen Auszubildenden der neuen generalistischen Pflegeausbildung mit dem theoretischen Unterricht beginnen. „Regulär beginnt die Ausbildung an der carecampus Pflegeakademie mit einem achtwöchigen Theorieblock, dem sich dann ein sechswöchiger Praxiseinsatz anschließt“, berichtet Vera Musholt, Schulleitung am Standort in Coesfeld. „Mit der Schulschließung im März musste spontan alles anders geplant werden und die Ausbildung am 01. April mit dem praktischen Einsatz in den Pflegeeinrichtungen beginnen.“

Insgesamt sind es 23 Auszubildende aus neun verschiedenen Einrichtungen im gesamten Kreis Coesfeld, die nun schon erste praktische Einblicke aus dem Monat April mit in den Theoriealltag bringen. Der Austausch von unterschiedlichen Erfahrungen aus der stationären Akutpflege, der stationären Langzeitpflege als auch der ambulanten Akut-/ Langzeitpflege aus den verschiedenen Einrichtungen, in denen die Auszubildenden eingesetzt sind, macht nun den Unterricht lebendiger und wertvoll.

Die ersten Erfahrungen der Auszubildenden in der Praxis waren trotz der herausfordernden Situation aufgrund der Corona-Pandemie sehr positiv. Laura Jacksteit berichtet von ihren ersten Erfahrungen im Einsatz in den Christophorus-Kliniken am Standort Nottuln: „Ich selbst wurde sehr liebevoll aufgenommen und mit viel Geduld in den Arbeitsalltag eingeführt. Die Kollegen haben sich trotz manch stressiger Situationen stets Zeit für mich genommen und mir die Dinge sehr detailliert erklärt. Mit sehr viel Rücksichtnahme habe ich immer wieder Neues dazu gelernt. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, war sehr interessant und lehrreich und ich freue mich wirklich sehr noch ein weiteres Mal auf der Station eingesetzt zu sein.“

Am Schulstandort der carecampus Pflegeakademie in Dülmen sah sich Schulleiterin Julia Hayck vor eine andere Herausforderung gestellt. Zwei Kurse der Altenpflege beenden zum 31. August ihre Ausbildung. „Aufgrund der Besuchsverbote in den Pflegeeinrichtungen planen wir die praktischen Abschlussprüfungen anders als sonst nicht in den Praxiseinrichtungen sondern hier in der Schule“, erläutert Hayck. „Die Auszubildenden werden eine sogenannte Simulationsprüfung an einer Pflegepuppe ablegen.“

Damit die Auszubildenden diesen veränderten Prüfungsablauf üben können, wurden Prüfungsfälle erarbeitet und zur Verfügung gestellt. Zur Vorbereitung haben die Auszubildenden eine Zeitplanung erhalten, wann Sie in einem der beiden praktischen Demonstrationsräume der Schule für die Prüfung üben können. „Während der Übungsphasen werden die Auszubildenden durch die Lehrenden der Schule beraten und bei offenen Fragen unterstützt“, so Hayck.

Leonie Fritz und Lukas Kulik sind Auszubildende im derzeitigen Prüfungskurs zur Altenpflegerin bzw. Altenpfleger der carecampus Pflegeakademie in Dülmen. „Wir sind froh, dass wir unsere Abschlussprüfungen trotz der aktuellen Corona-Krise durchführen können. Die Vorbereitung ist für uns gut nachvollziehbar und verständlich aufgebaut.“ Dennoch, da sind sich alle Beteiligten einig, erfordert diese Art der Prüfungsvorbereitung ein hohes Maß an Eigenverantwortung im Selbststudium.

Zum 01. August 2020 starten zwei weitere Ausbildungskurse zur Pflegefachfrau / zum Pflegefachmann an den Standorten der carecampus Pflegeakademie in Coesfeld und in Dülmen.
Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.care-campus.de

Quelle der Fotos: carecampus-Pflegeakademie im Kreis Coesfeld

Für inhaltliche Rückfragen steht Ihnen Frau Birgit Leuderalbert unter folgenden Kontaktdaten zur Verfügung:
carecampus – Pflegeakademie im Kreis Coesfeld
Kupferstraße 10, 48653 Coesfeld

Tel. 02541 97069-2513

Einweihung der carecampus - Pfegeakademie im Kreis Coesfeld

Am 5. März feierte die carecampus – Pflegeakademie im Kreis Coesfeld die offizielle Einweihung und ging damit als neue Anlaufstelle für Aus- und Fortbildung im Bereich Pflege an den Start. Der Caritasverband im Kreis Coesfeld e. V. und die Christophorus Trägergesellschaft mbH sind Hauptgesellschafter der Akademie. Weitere acht kirchliche Träger der Altenhilfe aus der Region zählen außerdem dazu.

Zum 01.04.2020 nehmen die ersten 25 Schüler und Schülerinnen ihre Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann, nach den neuen Vorgaben der generalistischen Ausbildung, auf. Das Ziel ist, pro Jahr vier Ausbildungskurse für Pflegefachkräfte in der carecampus Pflegeakademie zu starten.

Nach Grußworten von unserem Vorstand Christian Germing und Coesfelds Bürgermeister Karl-Heinz Öhmann moderierte die Akademieleitung Birgit Leuderalbert eine Podiumsdiskussion zum Thema Pflege. Hier herrschte Einigkeit, dass der Pflegeberuf deutlich besser ist, als sein Image.

Anschließend nahm Kreisdechant Johannes Arntz die Einsegnung der Akademie vor, bevor es dann zur Besichtigung der Räumlichkeiten ging. Mit modernen Arbeitsmitteln und praktischen Arbeitshilfen ausgestattet, bietet die Akademie beste Voraussetzungen.